Buenos Aires ist mehr als Tango und Rindfleisch

Buenos Aires  Strassenband am Ausgang der Av FloridaKeiner weiß eigentlich so ganz genau wie viele Einwohner in der argentinischen Metropole Buenos Aires leben. Im Stadtkern dürften es etwas mehr als 2 Millionen Einwohner sein. Mit der Peripherie, die sich auf mehr als 200 Quadratkilometern ausdehnt, sind es dann schon geschätzte 10 Millionen Porteños – so der Name der Einheimischen im eigenen Sprachgebrauch. Die Stadt ist damit die zweitgrößte in ganz Südamerika hinter der brasilianischen Mega-Metropole Sao Paulo. Aber trotz all dem Gewimmel in den Straßen bleibt Buenos Aires überschaubar und ist selbst als Südamerika-Einsteiger leicht zu bereisen. Man sollte es kaum glauben, aber an den Bushaltestellen steht der Porteño brav fein geordnet hintereinander Schlange. Autofahren hingegen ist eher was für Kamikaze. Regeln kennt man weniger. Das heißt man kennt sie, aber man beachtet sie nicht. Vielleicht ist es gerade das scheinbar so unorganisierte Chaos in der Stadt, was einen Besuch so reizvoll macht. Buenos Aires lässt sich nicht in zwei, nicht in drei und auch nicht in vier oder fünf Tagen entdecken. Einfach deshalb, weil man Buenos Aires leben muss. Allerdings gibt es auch ziemlich viel auf der Besucheragenda abzuarbeiten.

Anreise nach Buenos Aires

Klar, wer von Deutschland kommt, dem bleibt nur der Flug. Es legen allerdings auch regelmäßig Kreuzfahrtschiffe im Hafenviertel an. Befinden Sie sich schon in Südamerika, dann führt ein Weg über den Rio de la Plata von Uruguay aus hin. Sie können von Montevideo mit schnellen Katamaranen anreisen, oder Sie nehmen den Weg über die sehenswerte Kolonialstadt Colonia de Sacramento. Eine weitere Alternative, die mehr sehr empfehlenswert ist, ist die Anreise vom uruguayischen Carmelo durch das gewaltige Parana-Delta nach Tigris. Auch von Santiago de Chile fahren regelmäßig Bus in das riesige Busterminal Retiro in der Nähe des Hafens.

So erkunden Sie die argentinische Metropole Buenos Aires

Casa Rosada Präsidentenpalast an der zentralen Plaza de MayoMit der Subte, was so viel U-Bahn bedeutet, lässt sich die Stadt am besten und am preiswertesten erkunden – außer man geht zu Fuß. Es lohnt sich einmal einen Abstecher in das Stadtviertel Palermo zu unternehmen, das als ziemlich angesagt gilt. Vor allem des Nachts gehts in den zahlreichen Bars und Discos hoch her. Das gleiche gilt für die Nachbarstadtviertel Palermo Soho und Palermo Hollywood. Nomen est omen. An der Kreuzung Plaza Italia und Santa Fe liegt dann auch gleich noch der nette Botanische Garten. Zum Luftholen bestens geeignet.

Buenos Aires eine Stadt mit vielen Gesichtern

Wer heute was auf sich hält, der wohnt im Hafenviertel Puerto Madero. Das einst schwer heruntergekommene Stadtviertel mit der sehenswerten Fußgängerbrücke Puente de la Mujer, die der spanische Star-Architekt Santiago Calatrava konzipiert hat, gilt als in unter der betuchten Oberschicht. Feudale Kneipen und Restaurants füllen heute die alten Lagerhäuser. Im Hafen liegen zudem mit Blick auf die Brücke zwei sehenswerte Museumsschiffe. In der davor liegenden Reserva Ecológica können Sie noch bei einer Wanderung eine große Biodiversität entdecken.

Tanzenden Paar ist in La Boca - Buenos AiresWas wäre Buenos Aires ohne das Stadtviertel La Boca? Die italienischen Einwanderer haben das wohl derzeit bekannteste Barrio, so der Name eines Stadtviertels, geschaffen. Sie befinden sich praktisch in einem bunten Freilichtmuseum mitten in der Stadt. Tango wird im Caminito auf offener Straße getanzt. Unweit davon liegt ferner das weltberühmte Fußballstadion La Bonbonera, in dem auch Maradona schon geglänzt hat.

Fazit Buenos Aires:

Buenos Aires ist eine der abwechslungsreichsten Städte in Argentinien und bietet von jeden etwas. Nachtschwärmer kommen ebenso auf ihre Kosten wie Naturliebhaber. Buenos Aires verführt zum Bleiben, viele Reisende bleiben länger als gedacht.

Gizi reist seit knapp 20 Jahren um die Welt. Nach längeren Trips durch Südamerika und die Karibik, zog es ihn nach Asien. Über Indien, Nepal und China kam er nach Thailand. Dies ist nun auch seine Heimat. Von hier startet er seine Reisen und schreibt für www.Blog-Trotter.net seine Erfahrungen nieder. Mehr Informationen gibt es hier: blog-trotter.net Autoren