Hongkong – Millionenstadt auf einem „Handtuch“!

Als Militärstützpunkt der Briten im 19. Jh. besetzt, vergrößerte sich die Insel Hongkong erst nach dem 2.Opiumkrieg auf den Südzipfel Kowloon. Nach der japanischen Willkürherrschaft erreichten Ende der 1940er Jahre Hunderttausende von Flüchtlingen diese Region und der Reichtum Hongkongs nahm während der 99-jährigen britischen Pachtzeit zu.

Hongkong war das Tor zum kommunistischen China, bis die Stadt am 1.7.1997 wieder an die Volksrepublik China zurückgegeben wurde.

Hongkong hat keine Sehenswürdigkeiten, sondern IST eine Sehenswürdigkeit. Die kulinarische Genussmetropole ist ein Schmelztopf aus verschiedenen Sprachen und Kulturen, in der täglich 24 Stunden das Leben pulsiert.

Kowloon – die quirlige Südspitze auf dem Festland

Die Nathan Road ist das lebendige Rückgrat Kowloons – laut, hektisch und aufregend.

Schilderwald Hong kongNachtmärkte mit Wahrsagern, Parks mit Skulpturengärten, Museen der Extraklasse, moderne Geschäfte und traditionelle Straßenmärkte – all das findet man auf seinen Streifzügen auf der Landzunge Hongkongs.

Wer wie ich die chinesischen Schriftzeichen als Kunstform liebt, hinter der sich magische Bilder verbergen, der wird immer wieder sprachlos seinen Blick zu den bunten Schilderwäldern in den Straßen erheben.

Hongkong Island – Panoramahighlight, Exklusivität, Hausbootidylle

Platz gibt es in Hongkong nicht und trotzdem leben hier ca. 7 Millionen Menschen. Wenn man sich diese Tatsache vor Augen führt, ist es nicht verwunderlich, dass es mich wie alle Touristen an den Hafen zieht, um die unvorstellbar hohen Wolkenkratzer zu bestaunen.

Wahnsinnig hohe Glasriesen mit Platz für Tennisplätze oder Swimmingpools auf den Dachterrassen stehen wie glatt geschliffene quadratische Stelen in einem Dschungel, in dem sich die Sonne spiegelt. Das Meer aus Hochhäusern erstreckt sich bis weit in die Ferne.

Blick auf HK Island Hong kongDiesen faszinierenden Blick hat man nur an einer Stelle: hoch oben auf dem Victoria Peak (554 m), wo man auf einem gut angelegten Rundweg das prächtige Panorama stundenlang genießen kann.

Aber Hongkong Island hat noch mehr zu bieten. Die exklusivsten Geschäfte mit allen bekannten Modefirmen sind hier vertreten: z. B. Prada, Boss, Abercrombie, Louis Vuitton, Bvlgari, Dior, Armani konkurrieren im teuersten Look.

In der einstigen Dschunkenstadt Aberdeen sind leider nur noch wenige Sampans geblieben. Als ich vor 30 Jahren hier war, war der Hafenbereich übersät mit vertäuten Hausbooten. Nur das schwimmende Restaurant Jumbo, das in Rot und Gold ein erträgliches Maß an Kitsch bietet, ist noch immer verankert.

Kurioses, Erstaunliches, Beeindruckendes der Superlative

Gebaeude mit Loch Hong kongNicht weit entfernt kann man an der Repulse Bay eine architektonische Finesse bestaunen. Wenn man will, darf man daran glauben, dass das „Loch“ im Gebäude dazu dient, den Drachen im dahinter liegenden Berg nicht zu verärgern und ihm den Blick aufs Meer nicht streitig zu machen.

Praktiziertes Feng Shui beeinflusst nicht nur in diesem Fall die Bauweise, sondern auch die Börse im Central District hat eine Feng-Shui-gerechte lichtdurchflutete Eingangshalle, um dem Glück einen ungehinderten Zugang zu gewähren.

Symphony of Lights Hong kongMit weiteren Besonderheiten kann Hongkong aufwarten. Die Lasershow „Symphony of Lights“, die jeden Abend um Punkt 20 Uhr am Victoria Harbour zu bewundern ist, ist die weltweit größte Schau dieser Art und bezieht sich auf 67 Hochhäuser auf beiden Seiten des Hafens, die zur musikalischen Untermalung im Rhythmus illuminiert werden.

Ganz ungewöhnlich war für mich die Tatsache, dass allsonntäglich das größte Picknick der Welt hier auf Hongkong Island stattfindet. Abertausende von philippinischen Hausmädchen kauern stundenlang rund um den Statue Square am Boden und genießen bei mitgebrachten Speisen ihren freien Tag.

Hausmaedchen Hong kongAusprobieren musste ich natürlich auch die einzigartige Anlage eines „Verkehrsmittels“. Im Central District führt eine fast ein Kilometer lange einspurige Rolltreppe morgens bis 10 Uhr nur bergab und nach dieser Uhrzeit nur noch bergauf, um eine schnelle fußläufige Verbindung für die Berufstätigen aus den Midlevels zum Hafenbereich zu ermöglichen.

Bronze buddha Hong kongWer noch genug Zeit für Hongkong mitgebracht hat, unternimmt einen Halbtagesausflug nach Lantau Island und besichtigt den größten Freiluftbronzebuddha der Welt auf einem 460 m hohen Hügel.

Während der Rückfahrt mit der Gondel in schwindelerregender Höhe habe ich die traumhafte Sicht über die Inselwelt Hongkongs sehr genossen und mich von einem unvergesslichen Besuch verabschiedet.

Inselwelt Hong kong

Gizi reist seit knapp 20 Jahren um die Welt. Nach längeren Trips durch Südamerika und die Karibik, zog es ihn nach Asien. Über Indien, Nepal und China kam er nach Thailand. Dies ist nun auch seine Heimat. Von hier startet er seine Reisen und schreibt für www.Blog-Trotter.net seine Erfahrungen nieder. Mehr Informationen gibt es hier: blog-trotter.net Autoren

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